Unsere ersten Eindrücke von Shanghai
Ab ins Flugzeug, fliegen und China Southern Airlines hat uns sicher wieder auf den Boden gebracht. Es ist aber nicht irgendein Boden unter unseren Füßen, sondern – der Name der Airline verrät es schon – es ist chinesischer Boden.
Wir sind in Shanghai!
Shanghai, Chinas Finanz- und Wirtschaftsmetropole und die Heimat von über 30 Millionen Menschen. Die größte Stadt die wir bisher in unserem Leben besucht haben.
Die Einreise hat geklappt, Internet läuft und auch die chinesische Version von Uber, „Didi“ bringt uns schnell und einfach zum Hotel. Alles ist aufregend und spannend, doch schon während der Fahrt fallen uns immer wieder die Augen zu. Zu groß waren die Reisestrapazen der letzten 60 Stunden von Khiva in der usbekischen Wüste bis zur chinesischen Megastadt.
Im Hotel angekommen schließen wir erstmal die Augen und versuchen uns zu erholen, sofern erholen auf einer Weltreise überhaupt im Ansatz möglich ist.
Wir schlafen lang, dementsprechend spät kommen wir erst in die Gänge. Einigermaßen fit ziehen wir los. Allein unser Straßenblock ist für uns so spannend, dass wir ständig anhalten müssen, Bilder machen und natürlich einfach genießen.
Eine große Überraschung stellt auf alle Fälle der ALDI direkt in unserer Nachbarschaft dar. Äußerlich so heimisch wirkend, ist das Angebot vollkommen auf die chinesischen Konsumbedürfnisse ausgerichtet. Große Packungen Reis und eine verhältnismäßig große Auswahl an Sojasoßen, sowie weiterer für uns nicht ganz erklärbarer Produkte.
Da ich neuerdings zum Fan großer Aquarien geworden bin, ist unser heutiges Ziel das Ocean Aquarium. Dieses befindet sich direkt unterhalb des Sky Pearl Towers.
Wir entschieden uns den Weg zu Fuß zurückzulegen und dabei ein Wenig die Stadt zu erkunden. Über 30 Millionen Menschen, das bedeutet lärmender Straßenverkehr, Gedränge an den Zebrastreifen und viele laute Gespräche.
Nichts, aber wirklich nichts von dem ist uns im Zentrum Shanghais an einem Dienstagnachmittag begegnet.
Die Autos nahezu ausnahmslos voll elektrisch. Die Zebrastreifen menschenleer. Die Menschen selbst ruhig und leise. Ironischerweise liegt ein dezenter Rosenduft in der Luft, der wirklich erfrischend riecht. Wir atmen mehrmals tief ein um den Duft zu spüren und uns zu vergewissern, dass dieser tatsächlich da ist. Ist er. Dieser Geruch und der Ausblick auf die vielen Hochhäuser vor, hinter und neben uns machen uns sprachlos. Sehr oft müssen wir auf unserem Weg innehalten, beobachten und genießen.
Dieser erste Eindruck weckt bei mir die Lust auf mehr. China könnte gerade zum absoluten Highlight für mich geworden sein. Hatte ich doch so große Bedenken bei der Planung, bin ich gerade mehr als fasziniert von Shanghai und fühle mich sichtlich abenteuerlustig.
Das Ocean Aquarium ist in die unterschiedlichen Kontinente der Erde unterteilt und hübsch gestaltet. Es ist auf alle Fälle einen Besuch wert, insbesondere wenn man nicht das beste Wetter hat. Dies trifft auf uns nicht zu. Trotz Sonnenschein entscheiden wir uns für ein entspanntes Tagesprogramm.
Der Rückweg zu unserer Unterkunft lädt ebenfalls zum ständigen innehalten ein. Am Panorama dieser Megastadt kann man sich einfach nicht satt sehen. Daher freue ich mich auch schon darauf diese Skyline in den nächsten Tagen weiterhin genau zu beobachten und zu genießen. Natürlich alles bei einem leichten Rosenduft in der Nase.
Anmerkung:
Zum Zeitpunkt des Verfassens, war nicht klar, dass es eigentlich eine Pfirsichnote in der Luft ist.
